Mesotes-Lehre
Sich komplett der neuen Medien zu entziehen würde ein Extrem darstellen.
Die gegenteilige Tendenz, sich vollständig der neuen Medien ohne kritische Hinterfragung hinzugeben, stellt das andere Superlativ dar. Beides ist gemäß der Mesotes-Lehre wenig ratsam oder in den Worten von Aristoteles ausgedrückt: „unvernünftig“.
Hätte Aristoteles, der Erfinder der Mesotes-Lehre, ChatGPD genutzt oder in Bitcoin-ETFs investiert? Vermutlich hätte er sich ausgiebig informiert, den Entwicklungen eine faire Chance gegeben und sich dann positioniert.
Doch eine Frage bleibt offen: Wie vollzieht man die Wahl der Mitte? Erinnern wir uns an die Analogie des Kandinsky Bildes und dessen subjektive Bewertung. So ist auch Aristoteles der Auffassung, dass die Wahl der Mitte höchst subjektiv, situationsabhängig und durch die Vernunft bestimmt ist.
Aristoteles folgend kann man nur ein „vernünftiger“ Mensch sein, wenn man bestimmte intellektuelle Ordnungsleistungen vollzieht. Was diese Ordnungsleistungen sein sollen, bleibt Aristoteles als Antwort schuldig. Hier hilft uns die Medienpädagogik und die strukturale Medienbildung weiter.
Die strukturale Medienbildung
Das Konzept der strukuralen Medienbildung von Jörissen und Marotzki ist ein in Anlehnung an Immanuel Kant entstandenes Bildungsmodell, welches die Ordnungsleistungen für ein "vernünftiges" Leben in einer mediatisierten Welt aufzeigt.
Es hilft uns, die passende Mitte für die eigene Lebensführung zu finden.
Sie finden die Mesotes-Lehre spannend?
Lassen Sie uns gemeinsam die Köpfe zusammenstecken und die alten philosophischen Lehren auf unsere heutige moderne Zeit und vielleicht auf Ihr Projekt anwenden?